Tages- und Festgeldkonto

Ratgeber

 (2026)

5
 Minuten
Inhaltsverzeichnis

Kurz & Knapp

Ein Tagesgeldkonto...
ist ein Unterkonto zum Girokonto
dient nicht dem täglichen Zahlungsverkehr
ist eine Möglichkeit Geld kurz-, aber auch langfristig zu parken
ist besonders sinnvoll um eine Reserve für den Notfall zu verwahren
bietet aktuell so gut wie keine Zinsen

Was ist ein Tagesgeldkonto?

Ein Tagesgeldkonto ist ein Konto, das im Gegensatz zum Girokonto nicht für den täglichen Zahlungsverkehr gedacht ist. Es ist eine Art „Unterkonto“ und eignet sich besonders um Geld kurzfristig, aber auch langfristig, sicher zu parken und getrennt von deinen laufenden Einnahmen und Ausgaben zu verwahren. Der Name ergibt sich aus der täglichen Verfügbarkeit des darauf angelegten Geldes.
Du kannst also jederzeit darauf zugreifen.
Ein Tagesgeldkonto wird variabel verzinst. Das heißt, der Zinssatz passt sich an die Marktsituation an. Während der aktuellen Niedrigzinsphase liegt dieser bei den meisten Banken bei 0%.
Einige Banken verlangen ab einem bestimmten Betrag sogar Negativzinsen.

Was ist ein Festgeldkonto?

Der Unterschied zum Tagesgeldkonto liegt lediglich in der Verfügbarkeit und dem Zins.

Während ein Tagesgeld täglich verfügbar ist, gibt es beim Festgeld eine feste Laufzeit mit einem fest vereinbarten Zins. Der Zins ist dir über die gesamte Laufzeit sicher. Allerdings kommst du während dieser Zeit auch nicht an dein Geld. Es ist also eine recht unflexible Anlageform und aufgrund der aktuellen Niedrigzinsphase in den meisten Fällen nicht mehr lohnenswert.

Es gibt jedoch noch einige Länder, in welchen Banken auf Festgeldkonten Zinsen bieten.

Für wen oder was ist es sinnvoll?

Ein Tagesgeldkonto ist grundsätzlich für jeden sinnvoll.
Vor allem, wenn man sich finanziell gut aufstellen möchte.

Denn zu einer guten Finanzstrategie gehören auch Reserven, welche dir im Notfall schnell und unkompliziert zur Verfügung stehen. Ein Tagesgeldkonto eignet sich optimal, um diese zu verwahren.

Eine allgemeine Regel besagt, dass man ca. 3 Nettomonatsgehälter auf der „Hohen Kante“ haben sollte, um unvorhergesehene Ausgaben problemlos bewältigen zu können, ohne gleich Geld leihen oder einen Kredit aufnehmen zu müssen.

Vielleicht hast du dich schon einmal gefragt, wo du dein Geld anlegen könntest. Grundsätzlich ist von einer langfristigen Anlage auf einem Tagesgeldkonto bei der aktuellen Zinslage eher abzuraten. Natürlich ist diese Aussage nur situationsbedingt richtig. (Geldanlage hat nichts mit der Verwahrung einer Reserve zu tun)

Wenn du Geld lieber klassisch bei einer Bank anlegen möchtest, z.B. weil du auf eine Immobilie sparst und kein Kursrisiko eingehen möchtest, solltest du jedoch vorher die dir zur Verfügung stehenden Angebote des Marktes prüfen. Denn vereinzelt werden noch Zinsen gezahlt. Das kann sich beim Ansparen auf ein bestimmtes Ziel, wie zum Beispiel auch für eine Hochzeit, ein Auto oder den nächsten Urlaub, durchaus positiv auswirken.

Langfristig jedoch gibt es bessere Anlagemöglichkeiten, die eine Chance auf weit höhere Renditen bieten. Dies ist wichtig, um der Inflation entgegenzuwirken und ein Vermögen aufzubauen.

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Welche Banken sind sicher?

Noch wichtiger als die Rendite ist bei einem Fest- oder Tagesgeldkonto die Sicherheit der Bank.

In Deutschland gilt das Gesetz der Einlagensicherung. Das bedeutet, dass im Falle einer Bankenpleite 100.000€ pro Kunde und Bank gesichert sind.
Das gilt nicht für Geld, das mittels Depot in Wertpapiere investiert wurde.
Dieses Vermögen fällt unter das sogenannte Sondervermögen und muss von der Bank separat verwahrt werden. Im Falle einer Bankenpleite ist dein investiertes Geld, oder besser deine Vermögenswerte, unbegrenzt geschützt.

Die Einlagensicherung greift also nur bei Konten, die direkt bei einer Bank geführt werden. Man legt sein Geld also nicht in eine Aktie an, sondern bei einer Bank. Genauso wie ein Unternehmen kann auch eine Bank Insolvenz anmelden.
Betroffen sind hierbei Sparkonten bzw. Sparbücher, Tages- und Festgeldkonten und natürlich auch Girokonten.
Dein Vermögen ist hierbei bis zu 100.000€ pro Bank (nicht pro Konto) gesichert.

Oft bieten ausländische Banken (manchmal auch inländische) vergleichsweise hohe Zinsen an. Gründe dafür sind beispielsweise Bonitätsprobleme oder Marketing. Manchmal handelt es sich um Werbekampagnen mit begrenztem Budget. Somit ist das Zinsversprechen oft auf eine kurze Dauer limitiert.
Ein weiterer Grund ist, dass sich Banken mit fragwürdiger Bonität so aus aller Welt Gelder beschaffen können. Das bedeutet für den Anleger natürlich auch ein höheres Risiko, da diese Bank in Zukunft Insolvenz anmelden könnte. Mit höheren Zinsen will man somit noch einen Anreiz bieten, sein Geld dieser Bank anzuvertrauen.
Das höhere Risiko bezahlt dir die Bank mit höheren Zinsen.
In anderen EU-Ländern gibt es eine ähnliche Einlagensicherung bis 100.000€. Informiere dich am besten über die Bank, bevor du dort dein Geld anlegst. Außerhalb der EU gibt es keine gesetzlich geregelte Einlagensicherung.

Achte also darauf, dass du eine sichere Bank in einem zahlungskräftigen Land wählst. Wenn du nur nebenbei eine Reserve aufbewahren möchtest, ist einfach ein Tagesgeldkonto bei deiner Hausbank zu empfehlen.
Das ist die bequemste und unkomplizierteste Lösung.

Worauf solltest du achten?

Geht es dir bei der Anlage auf einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto darum, möglichst hohe Zinsen zu erhalten, solltest du dir bewusst sein, dass höhere Zinsen auch ein höheres Risiko mit sich bringen.
"Hohe" Zinsen gibt es meistens nur noch im Ausland. So beschaffen sich Banken mit schlechter Bonität doch noch Liquidität aus aller Welt.

Zusammengefasst:

Tagesgeld

  • Täglich verfügbar
  • Geringe Zinsen
  • Hohe Sicherheit durch Einlagensicherung (in Deutschland und EU)

Festgeld

  • Bindung bis zum Ende der Laufzeit
  • Höhere Zinsen als beim Tagesgeld
  • Hohe Sicherheit durch Einlagensicherung (in Deutschland und EU)

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