Was ist Payment?
Täglich schließt jeder von uns Verträge ab.
Ob das Brötchen beim Bäcker, die Fahrt mit der Straßenbahn, Kleidung aus dem Onlineshop oder das Essen im Restaurant.
Bei all diesen Verträgen erhält man eine Ware oder Dienstleistung.
Für jede dieser Situationen gibt es unterschiedliche Zahlungsmethoden, um das Geld von einem zum anderen zu bringen.
Das Bezahlen ist der wohl wichtigste Bereich in deinem finanziellen Alltag.
Ob im Restaurant, im Supermarkt oder im Internet, überall brauchst du Geld. Den Tausch von Geld gegen Ware bzw. Dienstleistung gibt es seit tausenden von Jahren und er wird immer wieder revolutioniert oder optimiert.
In unserem Zeitalter finden die meisten Geld-Transaktionen mittlerweile elektronisch statt, denn das bringt viele Vorteile mit sich.
Mittlerweile werden sogar kleine Beträge gern mit Karte bezahlt.
Im Folgenden erfährst du, welche gängigen Zahlungsmethoden es gibt, wie sie funktionieren und worauf du dabei achten solltest.
Payment-Symbole
Folgende Symbole solltest du kennen:
girocard
Girocard steht für Bezahlen im Handel mit Karte und PIN. Zahlungen werden dem Girokonto sofort belastet.
maestro & V-PAY
Maestro und V-Pay sind die Debitkarten-Zahlverfahren von mastercard und Visa. Befindet sich dieses Logo auf deiner Karte kannst du damit im In- und Ausland bargeldlos mit PIN bezahlen.
Apple & Google Pay
Apple Pay kannst du mit deinem IPhone oder deiner Apple Watch nutzen, Google Pay ist besonders bei Android Nutzern beliebt. Dabei wird deine Bank- bzw. Kreditkarte in einer sogenannten Wallet gespeichert. Geschützt wird diese Transaktion anstatt mit dem regulären PIN der Karte mit dem Kennwort deines Smartphones.
Für beide Zahlverfahren muss das Smartphone die NFC Technologie unterstützen.
NFC
NFC (Near Field Communication) bedeutet in der Praxis kontaktloser Zahlungsverkehr. Es benötigt also keinen direkten Kontakt zu einem Kartenlesegerät, um die Zahlung durchzuführen. Die Zahlung ohne PIN ist nur bis zu einem von der Bank bestimmten Limit möglich. Meist handelt es sich dabei um kleine Beträge wie 25-50€. Überschreitest du dieses Limit, wird deine PIN abgefragt. Kontaktlos bezahlen kannst du dennoch. Dieses Verfahren funktioniert sowohl mit einer Karte, welche das NFC Symbol trägt, als auch mit deinem Smart Phone, welches die NFC Technologie unterstützt.
Bargeld
Das wohl beliebteste Zahlungsmittel der Deutschen ist Bargeld.
Mittlerweile geht der Trend allerdings weg vom Bargeld hin zum elektronischen Bezahlen.
"Von allen erfassten Zahlungen im Jahr 2020 an der Ladenkasse, in der Freizeit, im Onlinehandel und bei weiteren Zahlungsanlässen wurden demnach 30 Prozent mit einer Karte getätigt. In der Zahlungsverhaltensstudie von 2017 lag der Wert noch 9 Prozentpunkte niedriger. Gleichzeitig lag der Anteil der Barzahlungen bei 60 Prozent, nach 74 Prozent vor drei Jahren." ~ Deutsche Bundesbank
Vorteile von Bargeld
- Freiheit
- Anonymität
- Unabhängigkeit von Banken und Staat
- Keine Negativzinsen
Nachteile von Bargeld
- Falschgeld
- Hygiene
- Verlustrisiko /Sicherheit
- Bargeld benötigt Platz
Die Überweisung
Die Überweisung ist ein Klassiker des elektronischen Zahlungsverkehrs.
Sie ist sowohl beleghaft als auch in elektronischer Form möglich.
Führst du eine Überweisung aus, schickst du einen Auftrag an deine Bank, welche einen bestimmten Betrag an eine andere Bank übertragen soll. Die Empfängerbank schreibt den Betrag dann dem Empfänger gut. Heutzutage geht so etwas blitzschnell. Und zwar per Echtzeitüberweisung.
Innerhalb von wenigen Sekunden ist das Geld beim Empfänger. Eine klassische Überweisung, egal ob in beleghafter oder elektronischer Form, dauert in der Regel 1-3 Bankarbeitstage.
Um eine Überweisung abschicken zu können müssen folgende Felder gefüllt werden:
- Name des Empfängers
- IBAN des Empfängers
- Name des Absenders
- IBAN des Absenders
- Geldbetrag, den du verschicken möchtest
Mit dem Ländercode besteht die IBAN in Deutschland aus 22 Stellen.
Die IBAN anderer Länder kann kürzer, aber auch länger sein.
Vor allem beim zahlen von Rechnungen macht es Sinn einen Verwendungszweck anzugeben, damit der Empfänger die Überweisung einordnen kann. Eine Plicht besteht diesbezüglich allerdings nicht.
Ebenso unnötig ist der BIC innerhalb Deutschlands, da alle relevanten Informationen in der IBAN enthalten sind.
In Deutschland werden die meisten Transaktionen per SEPA-Verfahren ausgeführt.
Das sogenannte SEPA-Verfahren soll den Zahlungsverkehr innerhalb Europas standardisieren und vereinfachen.
SEPA-Länder in der Europäischen Union (EUR und ohne EUR):
SEPA-Länder (Euro):
Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien, Zypern und Österreich.
SEPA-Länder (ohne Euro):
Bulgarien, Kroatien, Tschechische Republik, Dänemark, Ungarn, Polen, Rumänien, Schweden und Vereinigtes Königreich.
SEPA ist die Abkürzung für Single Euro Payments Area, zu deutsch: Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum.
Mehr zum Thema Sepa-Verfahren findest du hier:
Einfach erklärt: SEPA | Deutsche Bundesbank
Bezahlen mit Konto-Karte
Rund 100 Millionen girocards von Banken sind in Deutschland im Umlauf.
Da die Karte in nahezu jeder Brieftasche steckt, akzeptiert sie so gut wie jedes Geschäft.
Sie ist die Standard-Karte, die mit deinem Girokonto verknüpft ist und dafür sorgt, dass du im Laden, Restaurant oder an der Tankstelle bargeldlos bezahlen kannst.
Die "girocard" ist eine Debitkarte. Das heißt, der Kaufbetrag wird innerhalb von kurzer Zeit vom Girokonto abgebucht.
Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten den Karteninhaber zu identifizieren.
1. Durch Eingabe der PIN
2. Durch Unterschrift
Der Unterscheid hierbei ist vor allem für den Händler wichtig.
Bei Unterschrift erlaubst du dem Händler, den Kaufbetrag per Lastschrift von deinem Konto einzuziehen. Man nennt dies auch „Offline-Verfahren“, da bei dieser Methode nicht geprüft wird, ob genug Geld auf deinem Konto ist. Der Händler vertraut dir also und trägt somit auch das Risiko von Zahlungsausfällen.
Der Vorteil für den Händler besteht in den Kosten. Denn ein Bezahlterminal an der Kasse kostet Gebühren. Das Verfahren mit der Unterschrift ist für den Händler günstiger als das PIN-Verfahren.
Wenn du an der Kasse mit PIN bezahlen musst, wird das Online-Verfahren genutzt. Hierbei wird die Kontodeckung sofort überprüft. Es besteht also ein kurzer Datenaustausch mit dem Terminal und deiner Bank. Damit geht der Händler auf Nummer Sicher, zahlt dafür aber etwas mehr Gebühren an seine Bank.
Kontaktlos bezahlen
Die Karte kurz ans Terminal halten und fertig.
Das war das ganze Geheimnis beim kontaktlosen Bezahlen.
Die Technologie, welche das ermöglicht, heißt NFC (Near Field Communication).
Ein versehentliches Bezahlen im Vorbeigehen ist hierbei nicht möglich und persönliche Daten werden auch nicht übertragen.
Ob eine Karte zum kontaktlosen Bezahlen freigegeben ist, erkennst du an dem Wellensymbol.
Ob ein Händlerterminal die Funktion unterstützt, ist meist ebenfalls an dem Wellensymbol am Terminal zu sehen.
Jede Bank kann selbst vorgeben, bis zu welchem Betrag auf eine PIN-Eingabe verzichtet werden kann.
Oft sind es kleine Beträge zwischen 25 € und 50 €. Bezahlst du kontaktlos und überschreitest beim Einkauf das Limit, ist eine PIN-Eingabe erforderlich.
Bezahlen mit Kreditkarte
Genauso wie bei der Debitkarte ist die Kreditkarte zum Bezahlen und Geldabheben gedacht. Außerdem kannst mit einer Kreditkarte auch im Internet bezahlen.
Die Kreditkarten von mastercard und Visa zählen zu den am weitesten verbreiteten Karten und werden fast überall akzeptiert. Weltweit.
Hinweis
Gerade im Ausland sind Kreditkarten, aufgrund ihrer Akzeptanz, beliebte Zahlungsmittel. Du kannst aber auch oft mit deiner Debitkarte im Ausland bezahlen.
Prüfe vorher die Akzeptanzstellen des Landes und vor allem die Gebühren.
Diese können je nach Land und Anbieter stark voneinander abweichen.
Kreditkarten, die dir allgemein kostenlose Abhebungen und Zahlungen weltweit anbieten, sind somit Gold wert.
Achtung!
Es gibt unterschiedliche Arten der Kreditkarte:
Die gängigste Form ist die Charge-Card.
Hierbei profitierst du von einem verlängerten Zahlungsziel.
Das heißt, dass alle Zahlungen/ Einkäufe über einen Monat gesammelt und zu Beginn des Folgemonats in einem Betrag wieder von deinem Konto abgebucht werden.
Verfügen kannst du nur über ein bestimmtes Limit, welches du vorher mit der Bank vereinbart hast.
Für gewöhnlich gewährt dir deine Bank ein Limit in Höhe von 3 Nettomonatsgehältern.
Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass deine Bonität in Ordnung ist, du also keine großen Schulden hast.
Hinweis
Nimm Abstand von den Credit-Cards. Oft werden diese im Internet als „kostenlose Kreditkarten“ angepriesen, da sie tatsächlich keine Gebühr verlangen, dafür aber Zinsen. Sehr hohe Zinsen!
Bei dieser Form der Kreditkarte handelt es sich wirklich um einen Kredit, den du mit hohen Zinsen in monatlichen Raten zurückzahlen musst.
Eine der wohl größten Verbraucherfallen der Finanzbranche.
Lange Zeit genügte es bei Kreditkarten die jeweiligen Daten der Karte (Nummer, Ablaufdatum, Karteninhaber) und die Prüfziffer anzugeben, um sich online zu legitimieren. Diese Daten stehen allesamt auf der Karte, was ein Sicherheitsrisiko bei Verlust, Diebstahl oder Internetbetrug bedeutet.
Mit Einführung einer einheitlichen Richtlinie müssen Händler seit spätestens 2020 eine Zweifaktorautorisierung unterstützen.
Bei Visa: 3D Secure
Bei mastercard: mastercard Identity Check
Es handelt sich hierbei um eine separate App, in welcher du beim Bezahlen mit Kreditkarte den Vorgang bestätigen musst.
Ohne den Zugang zur App kann also niemand deine Kreditkarte zweckentfremden.
Bist du finanziell gut aufgestellt?
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Bezahlen mit dem Handy
Auch mit dem Handy lässt sich die NFC Technik nutzen.
Deine Debit- und Kreditkarten kannst du seit 2019 digitalisieren und in einer Wallet auf deinem Smartphone installieren.
Die bekanntesten Anbieter sind ApplePay, GooglePay und SamsungPay.
Welche davon du nutzen kannst, hängt von deinem Smartphone ab.
Der Bezahlvorgang ist ganz einfach.
Handy per Code öffnen -> die Wallet-App auswählen -> die gewünschte Karte auswählen -> Handy ans Terminal halten und „bing“. Das wars.
Aber ist das sicher?
Die Sicherheit ist hierbei durch den Code des Smartphones gewährleistet, wie bei der PIN deiner Debitkarte.
- NFC funktioniert nur auf sehr kurze Distanz
- Es wird niemals die echte Kreditkartennummer übertragen, sondern eine verschlüsselte Ersatznummer
- Um die Karte im Smartphone nutzen zu können, ist eine Verifizierung bei der Bank erforderlich
Verlust der Karte
Bei Diebstahl oder Verlust der Karte musst du, trotz der immer besser werdenden Sicherheit, die Karte unbedingt sperren.
Dies kannst du über eine einheitliche Rufnummer erledigen:
Telefonnummer: +49 116 116
Die meisten Banken sind für solche Fälle versichert und erstatten dir, wenn du nicht fahrlässig gehandelt hast und die Karte hast sperren lassen, einen möglichen Schaden.
Egal, um welche Bezahlmethode es geht, auf eines legen die Nutzer besonderen Wert: Sicherheit.

